
Ein Blick in unsere Schreinerei in Einsiedeln
Wer unseren Showroom in Einsiedeln besucht, steht wenige Schritte von dem Ort entfernt, an dem seine Küche später gebaut wird. Das ist kein Zufall und keine Nostalgie. Die eigene Produktion ist der Grund, warum wir Termine zusagen können, ohne die Finger zu kreuzen. Dieser Beitrag zeigt, was zwischen Plan und fertiger Küche passiert, und warum solides Handwerk und moderne Maschinen dabei zusammengehören.
6 Min. Lesezeit
Warum wir selbst fertigen
Ein grosser Teil unserer Arbeit entsteht im Objektgeschäft. Dort gibt es keinen Spielraum für Ausreden: Wenn in einer Überbauung die Küchen in der Woche der Übergabe fehlen, steht die ganze Baustelle. Wer seine Fertigung auslagert, gibt genau diesen Termin aus der Hand. Wir haben uns anders entschieden. Über 1’200 Küchen verlassen unsere Werkstatt pro Jahr, für Privathaushalte genauso wie für Genossenschaften und Bauträger, und jede davon durchläuft dieselben Stationen im selben Haus.
Das hat einen zweiten Effekt, den man erst im Alltag bemerkt: Wenn auf der Baustelle etwas klemmt, ruft unser Monteur nicht bei einem Lieferanten an und wartet auf ein Ticket. Er ruft in der Werkstatt an. Meist ist das Ersatzteil dann sofort unterwegs.
Vom Plan zur Stückliste
Jede Küche beginnt bei uns als Zeichnung, ob sie aus dem Beratungsgespräch im Showroom stammt oder aus dem Büro eines Architekten [Link: /privatkueche]. Bevor die erste Platte geschnitten wird, kontrollieren wir vor Ort die einzelnen Masse jeder Küche. Danach übersetzt die Arbeitsvorbereitung den Plan in eine Stückliste: jedes Möbel, jede Front, jeder Beschlag, jedes Mass. Diese Sorgfalt am Schreibtisch ist unspektakulär, aber sie entscheidet über alles Weitere. Ein Fehler, der hier durchrutscht, steht drei Wochen später als falsch gebohrter Korpus in der Werkstatt.
Zuschnitt und Kanten
Nach dem Zuschnitt zählt der Millimeter, denn die Schweizer Norm gibt mit dem 55er-Mass ein eigenes Raster vor, das sich vom europäischen 60er-Standard unterscheidet. Wir fertigen standardmässig nach beiden Mass-Systemen. Für die Kundschaft heisst das: Geräte und Ersatzteile passen auch dann noch, wenn die Küche fünfzehn Jahre alt ist.
Nach dem Zuschnitt bekommen die Teile ihre Kanten. Was banal klingt, ist eine der Stellen, an denen sich Manufakturarbeit von Massenware unterscheidet: Eine sauber gefügte Kante hält der Feuchtigkeit einer Küche über Jahrzehnte stand, eine schlechte löst sich nach wenigen Jahren.
Oberflächen, die den Alltag aushalten müssen
Eiche furniert, Massivholz, Lack, Kunstharz beschichtet oder belegt: Welche Oberfläche eine Küche bekommt, entscheidet die Kundschaft in der Planung. In der Werkstatt entscheidet sich, wie lange man daran Freude hat. Furnier will sorgfältig gelegt sein, damit das Bild der Maserung über Fronten und Schubladen durchläuft. Lack braucht Ruhe und Staubfreiheit. Beides verträgt keine Hektik, und genau deshalb takten wir die Fertigung so, dass diese Arbeitsschritte nicht unter Termindruck geraten.
Die Hochzeit: Korpus, Beschläge, Geräte
In der Vormontage wächst zusammen, was bisher als Einzelteile durch die Werkstatt gewandert ist. Korpusse werden verleimt, Scharniere und Auszüge justiert, Fronten eingepasst. Hier zeigt sich, ob die Stückliste vom Anfang gestimmt hat. Jede Küche wird bei uns aufgebaut und geprüft, bevor sie das Haus verlässt: Läuft der Auszug sauber? Sitzt die Fuge? Schliesst die Front bündig? Was nicht passt, wird in der Werkstatt gerichtet und nicht erst beim Kunden.
Montage durch eigene Teams
Der letzte Schritt findet nicht in Einsiedeln statt, sondern bei Ihnen. Unsere Monteure bauen die Küche ein, dieselben Leute, die den Weg zurück in die Werkstatt kennen. Bei einem Einfamilienhaus ist das ein eingespielter Ablauf von wenigen Tagen. Bei einem Objekt mit 150 Wohnungen ist es Logistik: Etage für Etage, abgestimmt auf Maler, Bodenleger und Bauleitung. Beides können wir nur zusagen, weil Fertigung und Montage aus einer Hand kommen.
Zwei Welten, eine Werkstatt
Das Erstaunlichste an unserer Werkstatt ist vielleicht, was dort nebeneinandersteht: die Massküche mit Fronten aus Massivholz für ein Einfamilienhaus, daneben die Serie von dreissig baugleichen Küchen für eine Genossenschaft, und ein paar Meter weiter ein Sideboard oder ein Tisch aus demselben Holz. Alles entsteht mit denselben modernen Maschinen und von denselben Händen. Die Massküche profitiert von der Routine des Seriengeschäfts, die Serie von der Präzision des Massgeschäfts. Diese Mischung ist seit 1959 unser Modell [Link: /ueber-uns], und sie ist der Grund, warum es uns noch gibt, während viele reine Zulieferer und viele reine Einzelfertiger verschwunden sind.
Sehen Sie selbst
Eine Werkstatt lässt sich beschreiben, aber nicht ersetzen. Der Showroom in Einsiedeln liegt direkt beim Hauptsitz. Dort sehen Sie Fronten, Abdeckungen und Geräte im Original und sprechen mit Menschen, die wissen, wovon sie reden, weil sie es selbst bauen. Vereinbaren Sie einen Termin [Link: /showroom-besuchen], wir nehmen uns Zeit.
FAQ
Häufige Fragen
Fertigt ASTOR wirklich alles selbst?
Korpusse und Fronten entstehen in unserer Werkstatt in Einsiedeln, ebenso Schränke, Sideboards, Tische und Innenausbau. Geräte beziehen wir von namhaften Herstellern und bauen sie passgenau ein.
Kann ich die Werkstatt besichtigen?
Der Showroom in Einsiedeln liegt direkt beim Hauptsitz. Einen Einblick in die Werkstatt ermöglichen wir auf Anfrage gerne im Rahmen eines Beratungstermins.
Wie lange dauert es von der Planung bis zur Montage?
Je nach Umfang rechnen Sie mit 2 bis 6 Monaten von der ersten Beratung bis zum Einbau.